Mittwoch, 12. August 2009
Dienstag, 11. August 2009
Warum werden nicht alle gegen die Schweinegrippe geimpft? - impfkosten
Der Angst vor der Schweinegrippe – nächste Woche nimmt die Bundesregierung den Kampf gegen das H1N1-Virus auf: Mit einem Paragrafenwerk!
In einer Verordnung (siehe Ausriss), die das Bundeskabinett kommenden Mittwoch verabschiedet, legt das Gesundheitsministerium fest, für welche Patienten die Krankenkassen Impfungen BEZAHLEN sollen: Personen mit
- chronischen Krankheiten der Atmungsorgane einschließlich Asthma und chronisch obstruktiver Bronchitis,
- chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten,
- Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten,
- schwerer Fettleibigkeit (ab BMI 30, siehe Kasten links)
- multipler Sklerose mit durch Infektionen ausgelösten Schüben,
- angeborenen oder erworbenen Immundefekten,
- HIV-Infektion.
Außerdem sollen Schwangere, Beschäftigte in Krankenhäusern, Arzt-, Zahnarztpraxen, Pflegeheimen, im Krankentransport sowie Polizei und Feuerwehr auf Kassenkosten geimpft werden.
Aber was ist mit den anderen Kassenpatienten – haben die keinen Anspruch auf eine Gratis-Impfung?
Vorerst wohl nicht! Zwar heißt es im Gesundheitsministerium, jeder, der geimpft werden wolle, werde auch geimpft. Aber nach einem aktuellen Sachstandsbericht von Gesundheits-Staatssekretär Rolf Schwanitz an den Gesundheitsausschuss des Bundestages reichen die bestellten 50 Millionen Impfdosen nur für die zweifache Impfung der genannten Personengruppen. Sie sollen bevorzugt behandelt werden, weil sie – wie z.B. besonders Dicke – anfälliger sind.
Der Bericht: „Für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und Schwangere hat sich gezeigt, dass die Infektion im Vergleich schwerer verläuft und bei diesen Menschen häufiger zu Komplikationen oder gar zum Tode führen kann.“
Dabei verbreitet sich die Seuche in der Ferienzeit immer schneller. In 1422 der insgesamt 6800 H1N1-Fälle (Stand 3. August) haben sich die Patienten in Deutschland angesteckt. Der Rest infizierte sich auf Auslandsreisen(Quelle: http://www.bild.de)
Krebs Gefahr durch H1N1 Schweinegrippe Impfung?
Die Angst vor der Schweinegrippe greift immer mehr um sich, Menschen auf der ganzen Welt hoffen auf ein Heilmittel. Doch jetzt schlagen Experten Alarm: Die Impfmittel selbst birgt große große Risiken.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg warnt vor ungeahnten Gefahren bei der Impfung gegen das H1N1-Virus!
Der Epidemiologe äußerte schwere Bedenken gegen den von der Firma Novartis entwickelten Impfstoff gegen Schweinegrippe, der bereits in Deutschland getestet wird. Das Impfmittel sei „mit sehr heißer Nadel zugelassen“, erklärte der Mediziner gegenüber der „Neuen Presse“.
Grund: Der Nährboden des Impfstoffs von Novartis seien Krebszellen, die tierischer Herkunft sind.
Man wisse nicht, ob es dabei ein Allergierisiko gebe, betonte der Arzt.
Der Experte warnt: „Und viel wichtiger: Einige befürchten, dass bei geringen Verunreinigungen aus diesen hochpotenten Krebszellen ein Krebsrisiko für die Geimpften besteht.“
Die Schweinegrippen-Impfung kann stärkere Nebenwirkungen verursachen als die übliche Grippeimpfung. Darauf weist auch der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, hin.
Die aktuelle Angst der Menschen vor einer Pandemie hält Wodarg für eine „Inszenierung“!
„Das ist ein Riesengeschäft für die Pharmaindustrie“, ist sich Wodarg sicher.
Die Schweinegrippe unterscheide sich nicht von den üblichen Grippewellen. „Im Gegenteil: Wenn sie die Zahl der Fälle sehen, ist das lächerlich verglichen mit anderen Grippezügen.“
Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Europarat mahnt zwar einen vorsichtigen, aber vor allem unaufgeregten Umgang mit der Grippe an.
Zudem: Bislang hätten die Hersteller von Grippe-Impfstoff nie gewusst, wie viel Abnehmer sie dafür im Herbst hätten. „Neu ist nun, dass die Bundesregierung der Pharmaindustrie eine Verkaufsgarantie gibt.“
(Quelle: http://www.bild.de)
Keine längeren Schulferien in NRW !
(Quelle: http://www.schweinegrippe-h1n1.seuchen-info.de/)
NRW - Keine längeren Ferien wegen Schweinegrippe
Nordrhein-Westfalen wird die Schulferien wegen des Ausbruchs der Schweinegrippe nicht wie erwogen verlängern. Dieser Schritt sei nicht erforderlich, betonte Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstag nach Beratungen einer Expertenkommission in Düsseldorf. Das Gremium aus Experten der Gesundheitsämter und Virologen habe sich einmütig gegen eine verlängerte Schulschließung ausgesprochen, sagte der CDU-Politiker. Die vorliegenden Zahlen zeigten, dass vor allem die Altersgruppe der 18- bis 22-Jährigen besonders stark vom Ausbruch der Neuen Grippe betroffen sei – und damit nicht die typische Schüler-Altersgruppe.
Auch würden längere Ferien nicht verhindern, dass sich die Schüler privat in Gruppen träfen oder sogar erneut eine Urlaubsreise antreten könnten, bei der es zu Infektionen kommen könne.
(Quelle: http://www.focus.de)
Sonntag, 9. August 2009
Virologen kongress empfiehlt längere Sommerferien - Schweinegrippe
Trotz steigender Anzahl von Schweinegrippefällen soll das neue Schuljahr in den meisten Bundesländern wie vorgesehen beginnen. Nur Nordrhein-Westfalen erwägt eine Ferienverlängerung. Auch im Fußball kommt es zu Verzögerungen.
Im Kampf gegen die Schweinegrippe empfiehlt der Virologe Alexander Kekulé eine Verlängerung der Schulferien, um die Ausbreitung einzudämmen. Auch Kindertagesstätten sollten einbezogen werden, da vor allem Schulen und Kitas die Drehpunkte einer Pandemie seien, sagte der Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle. Das Bundeskabinett will kommende Woche die Impfverordnung beschließen, die ab Herbst zunächst bei Risikogruppen durchgeführt werden sollen.
Eine Verlängerung der Schulferien hält der Immunologe Reinhold E. Schmidt allerdings für nicht notwendig. «Dies wird an der Ausbreitung der Grippe nicht viel ändern», sagte Leiter der Klinik für Immunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Schließlich seien die meisten Fälle von Schweinegrippe aus dem Ausland eingeschleppt worden. «Aus medizinischer Sicht handelt es sich nicht um eine besonders bedrohliche Erkrankung», betonte Schmidt.
Die Zahl der bestätigten Schweinegrippefälle in Deutschland erhöhte sich bis zum Dienstagmittag um 786 auf 7963, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Beim Großteil der Neuinfizierten, nämlich 597, handelt es sich weiterhin um Reiserückkehrer. Die meisten Erkrankungen gibt es mit 3084 Fällen in Nordrhein-Westfalen.
Kekulé rechnet zum Ende der Schulferien mit einem rasanten Anstieg der Schweinegrippefälle. Die Grippe verbreite sich unter Kindern schneller, weil sie die Hygienemaßnahmen nicht so stark einhielten wie Erwachsene, sagte der Experte dem Onlineportal handelsblatt.com. In der Pandemie-Zwischenphase, in der man sich gerade befinde, sei die Ferienverlängerung «durchaus eine naheliegende Maßnahme». Dies gelte aber nur dann, wenn die Zahl der eingeschleppten Fälle die der Ansteckungen vor Ort überwiege.
Nordrhein-Westfalen erwägt bisher als einziges Bundesland eine Verlängerung der Sommerferien, die dort planmäßig am 16. August enden. Eine Entscheidung soll kommende Woche fallen. Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo die Schule am Donnerstag wieder beginnt, sehen derzeit dagegen keinen Anlass, die Ferien zu verlängern. «Es gibt keine akuten Anzeichen für eine Gefährdung wegen der Schweinegrippe und damit keinen erheblichen Handlungsbedarf», sagte der thüringische Kultusminister Bernward Müller in MDR Info. Auch in Sachsen soll der Unterricht am kommenden Montag regulär starten.
Die Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums, Dagmar Kaiser, sagte, Mitte August werde das Kabinett die Impfverordnung beschließen, die unter anderem die Risikogruppen festlegt. Empfohlene Schutzimpfungen seien Pflichtleistungen der Kassen. Die am RKI angesiedelte Ständige Impfkommission werde eine Empfehlung abgeben und unterstreichen, dass die Impfung für jeden möglich sein solle.
«Ziel der Bundesgesundheitsministerin ist, dass jeder, der geimpft werden will, auch geimpft werden kann», sagte Kaiser. Das Ministerium stellte den Ländern die Verordnung Mitte Juli zu. Demnach sollen zunächst chronisch Kranke wie Asthma-, Herz-Kreislauf- und Diabetes-Patienten und Schwangere sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, bei Feuerwehr und Polizei geimpft werden.
Unterdessen hat der Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis die nächste Testphase zur Entwicklung des Impfstoffs begonnen. Eine Person in Großbritannien sei vor etwa zehn Tagen als erste mit dem Wirkstoff injiziert worden, teilte Novartis-Sprecher Eric Althoff mit. Der Impfstoff soll ein Jahr lang an etwa 6000 Personen getestet werden, die Markteinführung soll aber wahrscheinlich bereits vor Abschluss aller Tests erfolgen.
Wegen Erkrankung zweier Spieler an Schweinegrippe beantragte der Fußballclub Hannover 96 beim DFB eine Verschiebung des Saisonstarts seiner zweiten Mannschaft.
(Quelle: http://www.news.de)